Ihr liebt Himbeeren? Neun Tipps, mit denen sie euch im Garten gut gedeihen!

November

14

von Debo // in Gartentipps

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Himbeeren – ihr liebt die pinken Powerbeeren und möchtet sie im Garten anbauen? Nichts leichter als das. Hier kommen neun Tipps, mit denen es euch noch besser gelingt, die kleinen Kerle heranzuzüchten.

Die beste Nachricht vorab: Himbeeren anzubauen und zu pflegen, ist nicht allzu schwierig. Den Großteil der Arbeit machen die Beerensträucher selbst. Was ihr tun könnt, die Rosengewächse beim Gedeihen zu unterstützen:

1. Die richtige Himbeer-Sorte finden

Einfach gesagt unterscheidet ihr zwischen Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren. Der Unterschied? Die Blütezeit – und damit die Zeit, in der die Früchte reif werden. Unser Tipp: pflanzt sowohl als auch an, dann könnt ihr die Himbeer-Zeit verlängern! Ein Vorteil der Herbsthimbeeren? Sie sind weniger anfällig gegen die Rutenkrankheit und werden weniger von Maden befallen, da deren Zeit dann einfach schon vorbei ist.

Herbsthimbeer-Sorten sind zum Beispiel:

  • Autumn Bliss
  • Aroma Queen
  • Bakker’s Jewel
  • Polka
  • Pokusa
  • Himbotop

Schon gewusst? Es gibt neben den klassisch kräftig roten und pinkfarbenen Himbeeren noch Sorten mit gelben und sogar schwarzen Früchten – ein Hingucker im Garten! Wer die Ernte vergrößern will, pflanzt Two-Timer-Himbeeren, Sugana zum Beispiel. Das sind Sorten, die zweimal im Jahr tragen.

2. Wo sich Himbeeren besonders wohlfühlen

 

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Schaut euch mal um beim Spazierengehen: Sommer- wie auch Herbsthimbeeren gedeihen wild an Waldrändern oder auf Lichtungen. Pflanzt eure Himbeeren an windgeschützte Stellen mit viel, viel Sonne. Himbeeren lieben nährstoffreiche Böden, die das Wasser halten. Staunässe solltet ihr vermeiden, da sonst die Rutenkrankheit schnell vorbeischaut.

3. Wann sollte ich Himbeeren pflanzen?

Wie die meisten Beeren und Obstgehölze auch gilt: Himbeeren am besten im Herbst pflanzen. So stehen die Chancen gut, dass ihr bereits im Jahr drauf ernten könnt! Setzt die Himbeerpflanzen in Abständen von etwa 50 Zentimetern in den gut aufgelockerten Boden.

4. Himbeerpflanzen vermehren

Viele Himbeer-Hasser – und Himbeerliebhaber auch – wissen: Himbeeren vermehren sich im Prinzip selbst, und zwar unterirdisch. Bei Sommerhimbeeren wächst über den Sommer neben dem tragenden Trieb ein neuer heran. Herbsthimbeeren wachsen jedes Jahr wieder neu.

5. Himbeeren gießen und düngen

Mit Himbis ist es wie mit meinen Haaren (eine wilde Naturwelle): Sie mögen es weder zu trocken noch zu nass. Achtet darauf, mit Gefühl zu gießen. Wenn der Boden zu trocken wird, solltet ihr ihn mulchen. Nutzt Dünger wie etwa (Veganer, bitte jetzt weggucken) Hornspäne, Schafwolle oder einfach eine gute Kompostgabe im Herbst. Was Himbeeren noch benötigen, um gut zu gedeihen? Bienen. Die Sammelfrüchte müssen alle einzeln bestäubt werden – ein Vollzeitjob für Insekten! Wer bienenfreundlich und natürlich gärtnert, muss sich keine Sorgen machen. Bei uns war an den Himbeeren im Frühjahr einiges Gebrumm los!

6. Himbeerpflanzen stützen

 

Himbeer-Pflanzen, die an einem Rankgitter festgebunden sind.
Himbeeren gedeihen besser an einem Rankgitter.

Himbeerpflanzen sind im Prinzip nur schlacksige Ruten, an denen dann – mit Glück und Geschick! – zahlreiche Früchte hängen. Sie benötigen daher eine gute Stütze. Wir haben ein Rankgitter aus Holz und Draht gebaut und sie daran festgebunden. Habt ihr die Pflanzen erst neu gesetzt, tun es auch Haselnuss- oder Holunderstecken.

7. Himbeeren schneiden: Wie es geht und wann ihr es machen solltet

Wann ist der richtige Zeitpunkt, Himbeeren zu schneiden? Und wie schneidet ihr Himbeeren richtig? Ganz einfach, so gehts: Sommerhimbeeren direkt nach der Ernte schneiden. Und zwar den zwejährigen Trieb, an dem geht sowieso nichts mehr. Den einjährigen, neu gewachsenen lasst ihr stehen. Herbsthimbeeren kürzt ihr ebenfalls nach der Ernte, vor dem ersten Frost. Hier könnt ihr alle Triebe herunterschneiden. Die Früchte der Herbsthimbeeren wachsen nämlich an den einjährigen Trieben, die im Frühjahr austreiben. Kürzt die Triebe dicht über dem Boden und kappt sie leicht schräg. So haben Fäulnis & Co. keine Chance! Tragt unbedingt Handschuhe, viele Himbeerpflanzen haben fiese kleine Dornen.

8. Himbeeren eindämmen

Kommen wir mal zur Kehrseite der Medaille: Viele Kleingärtner scheuen sich, die aromatischen Früchte anzubauen. Warum? Weil sie sich leider gern unkontrolliert ausbreiten. Die „Waffe“ dagegen? Wurzelausläufer werdet ihr nur los, wenn ihr diese ausgrabt und unterirdisch kappt.  Hier kommen drei Tipps, die Ausbreitung von Himbeeren zu verhindern:

  1. Pflanzt Himbeersorten, die weniger Ausläufer bilden
  2. Düngt eure Himbeeren gut, dann ist es wahrscheinlicher, dass sie an Ort und Stelle bleiben.
  3. Nutzt eine Rhizomsperrfolie oder schnöde Teichfolie, um unterirdisch eine Wurzelsperre einzuziehen.

9. Himbeeren haltbar machen

Reife Himbeeren in einer Papiertüte.
Was tun mit reifen Himbeeren? Außer wegnaschen, natürlich…

Yumyum! Himbeeren schmecken frisch vom Strauch am allerbesten. Wenn ihr den süßen, aromatischen Geschmack in den Winter hineinretten wollt, könnt ihr die Früchte einfach waschen und einfrieren. Oder aber, ihr macht daraus Saft, Sirup oder Essig. Als Marmelade und Gelee machen sich Himbeeren natürlich auch bestens. Ein Tipp: Himbeeren passen herrlich zu säuerlich-vanilligem Rhabarber oder anderen eher sauren Früchten wie etwa Johannisbeeren oder Stachelbeeren!

Mehr zur Pflanzung und Pflege von Beerensträuchern habe ich euch in einem weiteren Artikel zusammengetragen. Wissenswertes zu einer opti-mopti Erdbeer-Ernte lest ihr ebenfalls hier auf dem Blog!

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