Aus der Kartoffelpyramide geerntet: die Sorte Glorietta!

Juli

23

von Debo // in Gartentipps

4 Kommentare

Unsere erste Sorte Glorietta durfte aus ihrer Kartoffelpyramide ausziehen – und auf unserem Teller landen! Hier kommen unsere Erfahrungen. 

Wir gärtnern in diesem Jahr mit Kartoffelpyramiden. Nun ist es Zeit für eine erste Bilanz: Wir haben die erste Pyramide zurückgebaut und die Sorte Glorietta geerntet.

Wie zufrieden wir sind? Ehrlich gesagt nur so halb! Denn trotz reichlich Wassergaben hatte es die Sorte bis auf zwei Pflanzen nicht zur Blüte geschafft – sie sind einfach vorher schon vertrocknet. Woran das lag? Wir haben drei Theorien:

  1. Die Erde hatten wir schon einmal für Kartoffeln verwendet – allerdings zwischendrin mit Gründüngung versorgt.
  2. Es war wirklich sehr, sehr trocken. Vermutlich haben wir nicht genug gegossen.
  3. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht war ich zu eifrig beim Setzen und habe die Kapazität des Beetes überschätzt.

Bei meiner einen Schwester sieht ein Kartoffelbeet aber wohl ähnlich aus – was schwer für Theorie #2 spricht. Wobei ich auch nicht genau weiß, was da vorher in ihrer Erde war…

Die Kartoffeln selbst schmecken aber ganz toll! Glorietta ist eine sehr frühe Kartoffel und hat auch ganz typisch eine sehr dünne Schale. Das macht sie perfekt als Ofenkartoffel, die ihr komplett verspeisen könnt. Oder ihr kocht sie wie kanarische Kartoffeln mit ganz viel Salz. Yummy!

Wie ihr eine Kartoffelpyramide aberntet

Ernte aus der Kartoffelpyramide: Ein Rahmen wird abgenommen.
Rahmen für Rahmen nehmt ihr die Kartoffelpyramide bei der Ernte auseinander.
Ernte aus der Kartoffelpyramide: eein Mann lupft einen Rahmen.
Jedes Mal ein kleiner Kraftakt!
Ernte aus der Kartoffelpyramide: Unter einem Rahmen kommt ein Haufen Erde zum Vorschein.
Da ist das Gold! Stück für Stück kommt ihr eurem Kartoffelglück näher.

Wir wollten euch noch zeigen, wie ihr eine Kartoffelpyramide aberntet. Das macht ihr ganz einfach von oben nach unten. Heißt: Ihr entfernt zuerst im obersten Rahmen die Kartoffelpflanze und grubbert dann nach dem stärkehaltigen Gold.

Nehmt dann den Rahmen ab und erntet die Kartoffeln Etage für Etage. Am besten macht ihr das zu zweit, denn gerade die unteren Rahmen sind ganz schön schwer!

Wie bei der normalen Kartoffelernte gilt auch hier: Grubbert schön durch die Erde – nicht immer findet ihr auf den ersten Blick alle Kandidaten. Wir haben dadurch so einigen Wildwuchs im Garten.

Der Vorteil bei der Ernte aus der Kartoffelpyramide? Ihr konzentriert euch mehr auf einen Fleck und arbeitet rückenschonender. Wir werden ja alle nicht jünger, neeech?!

Ernte der Kartoffelpyramide: unser Fazit!

Ein Mann sucht in einer Kartoffelpyramide nach Knollen zum Ernten.
Per Hand und mit einer Harke geht es durch die Erde: Bloß keine Kartoffel übrig lassen!
Ernte aus der Kartoffelpyramide: An einer Pflanze hängen mehrere Kartoffeln.
Hallo, Glorietta!

Knapp drei Kilogramm der aromatischen Glorietta haben wir so zusammenbekommen. Wobei wir neulich schon einmal die erste Pflanze probe-geerntet hatten. Nicht die beste Ausbeute aus etwa zwei Kilo Saatkartoffeln, aber besser als nichts!

In den zwei anderen Kartoffelpyramiden haben wir mehr Hoffnung – hier sind mehr Blüten zu sehen und die Pflanzen auch höher. Die Pyramiden stehen weniger im Wind und eine sogar halb im Schatten. Die Erde ist eigentlich ähnlich wie in der Glorietta-Pyramide.

Wir werden die Sorte im kommenden Jahr noch einmal ausprobieren, sie schmeckt einfach so lecker. Und für bessere Erde und weniger Platzkonkurrenz in der Kartoffelpyramide sorgen!

  • Mmmh, vielleicht fehlten Nährstoffe? Eure Pflanzen sehen so aus, als gefiele ihnen irgendetwas nicht.
    Ich habe letztes Jahr erstmals im Kartoffelturm angebaut und ca. 20 Kilo Kartoffeln aus meiner Pyramide geholt (1,20×1,20, vierstöckig) und auch in diesem Jahr sieht es wieder gut aus. Die Kartoffeln sind sehr vital und riesig. Bei uns kommt unten immer halbgarer Kompost in die Pyramide (und viel Frühlingsunkraut). So funktioniert es super.
    Gießen mussten wir allerdings auch immer viel. Insgesamt wachsen die Kartoffeln im Turm deutlich besser als daneben in der (kälteren) Erde am Boden.

    • Hej Lulu,
      Ja, ich glaub, da hast du Recht! Die Pflanzen in den anderen beiden Pyramiden sehen wesentlich zufriedener aus… 😉 Nächstes Mal gibt’s dann ne Extraportion Kompost für die Saatkartoffeln!
      Liebe Grüße
      Debo

  • Hi! Darf ich fragen, was ihr dann nach dem ernten mit der Erde macht? Ich hab (noch) keinen Kompost. Oder Gründüngung und Kompost dazu und nächstes Jahr wieder verwenden? Würde mich über Antwort freuen 🙂 Danke und lg

    • Moin Christina,
      wir haben die Erde im unteren Rahmen gelassen und Gründüngung drauf ausgesät. Den Rest haben wir auf einem Haufen aufbewahrt, den wir mit Bodenaktivator und Kompost aufgewertet haben. Laub z.B. ginge aber auch. Liebe Grüße
      Debo

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