Unsere erste Sorte Glorietta durfte aus ihrer Kartoffelpyramide ausziehen – und auf unserem Teller landen! Hier kommen unsere Erfahrungen.
Wir gärtnern in diesem Jahr mit Kartoffelpyramiden. Nun ist es Zeit für eine erste Bilanz: Wir haben die erste Pyramide zurückgebaut und die Sorte Glorietta geerntet.
Wie zufrieden wir sind? Ehrlich gesagt nur so halb! Denn trotz reichlich Wassergaben hatte es die Sorte bis auf zwei Pflanzen nicht zur Blüte geschafft – sie sind einfach vorher schon vertrocknet. Woran das lag? Wir haben drei Theorien:
- Die Erde hatten wir schon einmal für Kartoffeln verwendet – allerdings zwischendrin mit Gründüngung versorgt.
- Es war wirklich sehr, sehr trocken. Vermutlich haben wir nicht genug gegossen.
- Vielleicht, aber nur ganz vielleicht war ich zu eifrig beim Setzen und habe die Kapazität des Beetes überschätzt.
Bei meiner einen Schwester sieht ein Kartoffelbeet aber wohl ähnlich aus – was schwer für Theorie #2 spricht. Wobei ich auch nicht genau weiß, was da vorher in ihrer Erde war…
Die Kartoffeln selbst schmecken aber ganz toll! Glorietta ist eine sehr frühe Kartoffel und hat auch ganz typisch eine sehr dünne Schale. Das macht sie perfekt als Ofenkartoffel, die ihr komplett verspeisen könnt. Oder ihr kocht sie wie kanarische Kartoffeln mit ganz viel Salz. Yummy!
Wie ihr eine Kartoffelpyramide aberntet



Wir wollten euch noch zeigen, wie ihr eine Kartoffelpyramide aberntet. Das macht ihr ganz einfach von oben nach unten. Heißt: Ihr entfernt zuerst im obersten Rahmen die Kartoffelpflanze und grubbert dann nach dem stärkehaltigen Gold.
Nehmt dann den Rahmen ab und erntet die Kartoffeln Etage für Etage. Am besten macht ihr das zu zweit, denn gerade die unteren Rahmen sind ganz schön schwer!
Wie bei der normalen Kartoffelernte gilt auch hier: Grubbert schön durch die Erde – nicht immer findet ihr auf den ersten Blick alle Kandidaten. Wir haben dadurch so einigen Wildwuchs im Garten.
Der Vorteil bei der Ernte aus der Kartoffelpyramide? Ihr konzentriert euch mehr auf einen Fleck und arbeitet rückenschonender. Wir werden ja alle nicht jünger, neeech?!
Ernte der Kartoffelpyramide: unser Fazit!


Knapp drei Kilogramm der aromatischen Glorietta haben wir so zusammenbekommen. Wobei wir neulich schon einmal die erste Pflanze probe-geerntet hatten. Nicht die beste Ausbeute aus etwa zwei Kilo Saatkartoffeln, aber besser als nichts!
In den zwei anderen Kartoffelpyramiden haben wir mehr Hoffnung – hier sind mehr Blüten zu sehen und die Pflanzen auch höher. Die Pyramiden stehen weniger im Wind und eine sogar halb im Schatten. Die Erde ist eigentlich ähnlich wie in der Glorietta-Pyramide.
Wir werden die Sorte im kommenden Jahr noch einmal ausprobieren, sie schmeckt einfach so lecker. Und für bessere Erde und weniger Platzkonkurrenz in der Kartoffelpyramide sorgen!
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