Ihr wollt ein Gemüsebeet anlegen, um endlich eigenes Gemüse anzubauen? Mega – ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen. Welche Schritte notwendig sind, damit ihr fette Ernten einfahren könnt, lest ihr hier!
Schritt 1: Euch für eine Form von Gemüsebeet entscheiden
Bevor es losgeht mit dem Anlegen eines Gemüsebeets, solltet ihr euch darüber klar sein, welche Art des Gärtnerns ihr bevorzugt. Wir sind große Fans von Hochbeeten. Je nach Standort und Boden lässt es sich aber auch weiter unten hervorragend gärtnern. Hier ist eine Übersicht von verschiedenen Beet-Typen:
- Hochbeete, auch: eine Kräuterspirale
- Hügelbeete
- bodennahe Beete und Bodenbeete
- Beetkästen und – Kübel, zum Beispiel unser Kinderbeet
- vertikale Beete, zum Beispiel bepflanzte Palettenrahmen
Mehr zum Thema Beete gestalten lest ihr in unserem Beitrag dazu.
Schritt 2: Den richtigen Standort und die passende Größe für dein Gemüsebeet finden
Um ein Gemüsebeet anzulegen bzw. erfolgreich im Gemüsebeet zu gärtnern, braucht es ein vor allem viel Sonne! Wir empfehlen euch, im Garten eine Stelle auszuwählen, die nicht zu windig ist und die möglichst viel Sonne hat.
Wir finden, dass ein Beet immer nur so groß sein sollte, dass ihr es gut bewirtschaften könnt. Das hängt also etwas von eurer Größe und Fitness ab.
Bei unseren Hochbeeten schwören wir auf eine Größe von ca. 120x80cm. So kommt ihr wunderbar an alles heran.
Bodenbeete könnt ihr etwas größer denken. Unser Tipp: Beachtet dann, dass ihr „Pflegewege“ mitdenkt. Heißt: Ihr lasst eine Reihe frei, verteilt darauf Hackschnitzel, Rindenmulch oder Steine und könnten darauf durchs Beet gehen.
Schritt 3: Den Boden vorbereiten
Wenn euer Garten nicht gerade total „nackig“ angelegt ist, müsst ihr den Boden bearbeiten, um euer Gemüsebeet anlegen zu können.
Fall Nummer eins: Ihr wollt ein Boden-Beet anlegen.
Habt ihr richtig schweren Boden und eine mächtige Grasnarbe, solltet ihr diese einmal abnehmen. Ihr könnt ganz klassisch 1 bis 2 Spaten tief umgraben. Oder aber, ihr nehmt nur die Grasnarbe ab – mit einer Broadfork, einer herkömmlichen Grabegabel oder einem Sauzahn etwa.
Fall Nummer zwei: Ihr gärtnert erhöht, z.B. in Hochbeeten
Bei Hochbeeten oder Beeten, die zumindest 20-30 cm über dem Boden liegen, könnt ihr auf das Umgraben verzichten. Stattdessen schichtet ihr Kompost, Erde etc. entsprechend in die Beetumrandungen. Wie ihr ein Hochbeet befüllt? Hier zeigen wir es euch!
Wenn ihr nur ca. 20-30cm hoch gärtnert, kann es sich anbieten, eine Schicht Karton oder Vlies (bitte ohne Schadstoffe!) zuunterst zu platzieren, um Beikraut zu untersdrücken. Ihr wollt mehr zu der sogenannten No-Dig-Methode wissen? Dann klickt hier entlang!
Egal, ob ihr in Sachen Gemüsebeete hoch oder tief stapelt: Wenn ihr unsicher seid, welche Qualität eure Erde im Garten hat, können wir euch einen Bodentext sehr ans Herz legen. Wollt ihr euren Boden verbessern, weil dieser zu wenig Nährstoffe hat, legt ihr am besten mit Kompost nach. Auch Laub oder Gründüngung kann helfen, die Qualität zu verbessern.
Habt ihr einen Boden, der Wasser nicht optimal speichert, hilft euch ebenfalls Kompost. Oder ihr arbeitet Holzfasern oder Ähnliches in den Boden ein. Wenn euer Boden hingegen zu schwer ist, empfiehlt es sich, etwas Sand oder Gesteinsmehl hineinzuarbeiten.
Schritt 4: Eine passende Umrandung für eure Gemüsebeete finden
Habt ihr ein Hochbeet, sorgt ihr zuerst für die Umrandung und füllt euer Gemüsebeet im zweiten Schritt. Bei klassischen Beeten lockert ihr erst die Erde und nehmt die Grasnarbe ab, bevor ihr die Beeteinfassung setzt.
Bei der Form und den Materialien für euer Gemüsebeet dürft ihr euer Fantasie freien Lauf lassen. Wichtig: Die Umrandung sollte wetterfest sein und keine Schadstoffe abgeben (Hände weg von Altreifen und Alt-Plastik o.Ä.!)
Ihr braucht Inspiration? Hier kommen ein paar Ideen:
- Ziegelsteine oder Dachziegel
- Feldsteine
- Holz, gern auch Restholz, z.B, aus Euro-Paletten – die großen Apfelkisten aus dem alten Land bieten sich wunderbar an!
- Weidenruten oder andere geflochtene Elemente
- Cortenstahl, alternativ eine Rasenkante aus Edelstahl

Schritt 5: Gemüsebeet anlegen = euren ersten Beetplan entwerfen!
Euer Gemüsebeet ist soweit angelegt – nun fehlt nur noch die Bepflanzung. Wir setzen dabei auf einen Mix aus Klassikern wie Tomaten, Bohnen, Erbsen und diversen Salaten und Experimente wie Erdnuss, Zitronengurke oder Andenbeere. Kohl säen wir nur noch selten aus, sondern kaufen wir in der Regel zu.
Bei der Beetplanung achten wir auf folgende Punkte:
- Wir arbeiten mit drei Kulturen – das heißt, wir haben eine Hauptkultur und säen oder pflanzen davor und danach noch etwas ins Beet bzw. in die Reihen. Ein Beispiel: Ab Mai setzen wir Tomaten in ein Beet. Davor lassen wir dort zwischen Februar und April Salat wachsen. Danach, also ab Juli oder August wächst dort z.B. Grünkohl.
- Zusätzlich fragen wir uns: Passen die Pflanzen nebeneinander, sind es gute Nachbarn?
- Was schmeckt uns und was bekommen wir gut gegessen und/ oder verarbeitet? Wenn ihr darauf achten wollt, bietet es sich an, Urlaubszeiten schon mitzudenken – und z.B. nicht zu viele Tomaten anzusäen, wenn ihr den kompletten August im Urlaub seid.
Eine weitere Frage, die uns bei der Beetplanung umtreibt: Was ist pflegeleicht bzw. „wächst wie von allein“ – gerade beim Gärtnern mit Kindern oder wenig Zeit einfach Gold wert! Ansonsten gilt: Wichtig ist, dass ihr erst einmal ein Gemüsebeet anlegt und euch damit ausprobiert. Hier stimmt die Devise „Learning by doing“ nämlich zu 100 Prozent!