Pflanzen bestimmen – so geht’s ganz einfach!

August

24

von Debo // in Grünes Leben

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Wer einen Garten übernimmt, begegnet immer mal wieder neuem Grün im Garten. Wie ihr Pflanzen bestimmt und worauf es dabei ankommt.

Kennt ihr das auch: Ihr seht beim Unkraut-Jäten eine Pflanze und wisst nicht genau, ob ihr sie rausrupfen sollet? Oder begegnet bei einem Spaziergang einer hübschen Staude oder bekommt eine besonders schöne Blüte vor die Linse eurer Kamera und wollt diese Pflanze auch haben? In einigen Fällen reicht es, ein bisschen zu googlen. Oft hilft das aber überhaupt nicht weiter. Wir verfolgen beim Pflanzen Bestimmen folgende Strategie:

Pflanzen bestimmen: Worauf achten?

Wer Pflanzen bestimmen will, sollte auf verschiedene Merkmale achten. Und zwar diese:

  • Welche Art von Pflanze ist es – ist es ein Baum, Strauch, hochwachsende Pflanze, Schlingpflanze, gras- oder getreideartige Pflanze…? 
  • Welche Höhe hat die Pflanze, die ihr bestimmen wollt?
  • Blütenfarbe & Blütenart bestimmen. Ganz wichtig: Welche Farbe hat die Blüte? Das ist einfach, oder?! Nicht ganz so einfach: Welche Form hat die Blüte? Zählt die Blütenblätter und schaut, wie sie angeordnet sind. Man unterscheidet zum Beispiel trichter-, becher- und glockenförmige Blüten, Kreuzblüten, Lippenblüten, Doldenblüten und Trugdolden, Kolben, Ähren … Ihr seht, hier gibt es einige zur Auswahl! Ihr sollt nun keine Biologen werden, also versucht am besten, euch den Aufbau grob einzuprägen.
  • Neben der Blüte geben auch die Blätter Aufschluss über die Art des Gewächses. Prägt euch die Form der Blätter ein und versucht, aus der Blattstellung schlau zu werden. Schaut euch auch die Ränder der Blätter an.
  • Wichtig auch, um Pflanzen zu bestimmen: Wann blüht die Pflanze und wo wächst sie?  – Im Wald, auf einer Wiese, zwischen Felsen …
  • Falls die Pflanze Früchte hat, sind hier auch Farbe und Form von Interesse, wenn ihr das Grün bestimmen wollt.

Habt ihr diese Infos gesammelt, könnt ihr nun verschiedene Tools zu Hilfe nehmen, um die Pflanze zu bestimmen. So haben zum Beispiel herausgefunden, dass dieses hübschen Dinger hier Rudbeckien sind – die Korbblütler kannten wir vorher nicht!

 

Pflanzen bestimmen – die Möglichkeiten gibt es

Macht am besten erst einmal ein Foto von der Pflanze, die ihr bestimmen wollt. Nun könnt ihr zuerst einmal eine Google-Bildersuche damit starten – und zwar rückwärts!

Wir nutzen bei unbekannten Gewächsen in unserem Kleingarten – oder auch außerhalb – sehr gern die Pflanzenbestimmung von Krautfinder. Hier wählt ihr die verschiedenen Merkmale aus und am Ende bekommt ihr Vorschläge, um welches Exemplar es sich handeln könnte. Es gibt davon auch eine App, die euch noch mehr Hilfestellung bietet. Aber: die kostet, und zwar knapp 20 Euro!

Um Pflanzen zu bestimmen, gibt es natürlich auch zahlreiche Bücher. Die Nachteile hier:

  1. Wie oft habt ihr denn ein Buch dabei, wenn ihr unterwegs seid? Ihr könnt natürlich zu Hause nachschlagen.
  2. Viele der Bücher sind nur für Wälder- oder Wiesen- oder Wie-auch-immer-Pflanzen, kurzum: recht spezialisiert zusammengestellt. Man kann ja auch schlecht Bilder und Infos von Tausenden Blumen, Gemüse & Co. in ein handliches Buch drucken.
  3. Sogenannte Neophyten, also neu zugezogene Pflanzen, könnten unter Umständen nicht in eurem Büchlein abgebildet sein. Die kanadische Goldrute ist so ein Fall – die ist noch nicht so lang hierzulande heimisch. Wer nicht jedes Jahr eine neue Auflage kaufen will, greift also am besten zum Smartphone, um neue Pflanzen zu bestimmen!

Übrigens: Falls ihr noch mehr Tipps für Gartenanfänger (und Fortgeschrittene) braucht, werdet ihr hier fündig.

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