Podcast #64: Ein wilder Start ins Jahr


Neues Jahr, neue Energie – zumindest in der Theorie. In der Praxis hat uns der Januar direkt einmal durch den Hof geschleudert. Schnee, Eis, Baustelle, Autopanne, eingefrorene Wasserleitungen und zwischendrin ein riesiger Kleinanzeigen-Fund, der unsere Hühnerpläne plötzlich sehr konkret gemacht hat. Kurz gesagt: ruhig war anders.

Winter, Eis und Improvisation

Der Januar war geprägt von Kälte, Tauwetter und erneutem Frost. Das Ergebnis: spiegelglatte Wege und ordentlich Arbeit mit Schneeschaufel und Streugut. Richtig unangenehm wurde es, als in unserer Baustelle unter der zukünftigen Ferienwohnung die Wasserleitungen eingefroren sind. Durch offene Wandbereiche und Zugluft ist der Keller komplett ausgekühlt – plötzlich kam kein Wasser mehr aus dem Hahn.

Für rund anderthalb Tage hieß das: Schnee schmelzen fürs Spülen und Händewaschen, Flaschenwasser fürs Kochen und jede Menge Improvisation. Zum Glück hatten wir vorher vorsorglich Wasser eingekauft. Trotzdem war das eine Erfahrung, die wir nicht unbedingt wiederholen möchten.


Wenn alles gleichzeitig kommt

Kaum war das Wasserproblem halbwegs gelöst, hat unser Auto beschlossen, ebenfalls in den Winterschlaf zu gehen. Abschleppen, Werkstatt, Mietwagen – organisatorisch eher anstrengend, auch wenn am Ende nur ein kleines Relais die Ursache war.

Und als wäre das nicht genug, hatte unser Sohn noch einen Fahrradunfall mit Gehirnerschütterung. Zum Glück ist alles gut ausgegangen, aber Krankenhausbesuche stehen auf der To-do-Liste definitiv nicht weit oben.

Parallel dazu kam auch noch die Energiekostenabrechnung. Altbau und Winter sind einfach keine günstige Kombination.


Baustelle statt Winterschlaf

Während draußen Eis lag, lief drinnen die Baustelle weiter. In der zukünftigen Ferienwohnung haben wir Leitungen gedämmt, den Bodenaufbau vorbereitet, die Dampfsperre eingebaut und weiter an der Konstruktion gearbeitet. Teilweise bedeutete das Arbeiten auf schmalen Stahlträgern – nicht besonders komfortabel, aber notwendig, damit bald auch wieder Handwerker sicher in den Bereich können.

Langsam nimmt der Raum trotzdem Form an. Auch wenn aktuell noch alles roh, kalt und unfertig wirkt: Im Kopf ist die Wohnung längst eingerichtet.


Erste Erfahrungen mit der Ferienvermietung

Die bereits fertige Ferienwohnung läuft inzwischen im Alltag mit. Wir sammeln erste Erfahrungen als Vermieter – inklusive Putzeinsätzen, die mal entspannt und mal deutlich sportlicher ausfallen. Während die meisten Gäste alles sehr ordentlich hinterlassen, gab es auch schon Backofen-Szenarien, die eher an eine kulinarische Explosion erinnert haben.

Aktuell stemmen wir Reinigung und Organisation noch selbst, um ein Gefühl für Abläufe und Aufwand zu bekommen.


Gartenträume trotz Frost

Auch wenn der Boden gefroren ist, sind wir gedanklich längst im Gartenmodus. Die ersten Flächen wurden aufgeräumt, hunderte Blumenzwiebeln gesetzt und Sichtachsen geplant – vor allem an der Einfahrt, wo Wildwuchs bisher die Sicht auf Radfahrer blockiert hat.

Sobald der Boden wieder mitmacht, wollen wir weiter an Beeten, Wegen und Strukturen arbeiten. Die Liste ist lang, die Motivation aber auch.


Unser Januar-Highlight: Der Hühnerstall-Fund

Das absolute Highlight kam mal wieder über Kleinanzeigen: ein großer alter Hühnerstall mit integriertem Auslauf – zu verschenken. Stabil gebaut, mit Fenstern, Türen, Einrichtung und deutlich mehr Platz, als wir ursprünglich geplant hatten.

Für uns passt das perfekt: Wir wollen Hühner halten, brauchen aber einen sicheren Stall wegen Raubtieren, möglicher Stallpflicht und unserer offenen Hoflage. Jetzt heißt es planen, abbauen, transportieren und neu aufbauen – etwas kleiner, dafür mit großzügigem Auslauf und einem neuen Fundament.

Das Projekt trifft genau unseren Nerv: Secondhand, DIY, nachhaltig und mit viel Gestaltungsspielraum.


Ausblick: Februar wird arbeitsreich

Der Februar wird direkt voll: Hühnerstall abbauen, Baustelle weiter vorbereiten, Bäume schneiden, zur Gartenmesse fahren – und nebenbei jährt sich auch unser Einzug auf den Hof fast zum ersten Mal.

Trotz aller Turbulenzen merken wir: Genau diese Mischung aus Chaos, Projekten und Hofleben macht es am Ende aus. Und langweilig wird uns definitiv nicht.

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Florian

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