Laub rechen: Mit diesen Helfern geht’s ganz easy!

Wir sind dieses Jahr richtig ins Baum-Game eingestiegen: Unser Hof hat nicht nur reichlich alte Gebäude, sondern auch viele große Bäume. Heißt: Hier gibt’s ordentlich Laub zu rechen und aufzusammeln. Lest hier, welche Geräte uns dabei beste Dienste leisten!

Wir sind ja in der Regel vom Typ: leben und leben lassen. Deshalb machen wir in Herbst und Winter im Garten nicht allzu viel. Laub rechen, muss aber sein. Denn: Bleibt das Laub auf dem Rasen liegen, kann das Gras nicht mehr wachsen und es gibt kahle Stellen. Und: Auf Terrasse und den Wegen sorgt das Laub bei Regen für Rutschpartien. Das braucht wirklich niemand.

Worauf ihr bei Laub-Werkzeugen achten solltet

Wenn ihr nach Werkzeugen zum Laubrechen sucht, seid euch versichert: Wir haben schon einige ausprobiert. Und auch schon den einen oder anderen Fehlkauf gemacht. Deshalb haben wir vorab ein paar Gedanken für den Werkzeug-Kauf allgemein.

✔ Materialqualität – Holz, Metall oder Kunststoff?

Holzstiele
Wir lieben Werkzeuge mit Holzstiel – besonders Eschenholz oder Buchenholz. Die liegen warm und angenehm in der Hand und sind erstaunlich langlebig, wenn man sie trocken lagert. Außerdem lassen sich Holzstiele wunderbar reparieren oder ersetzen, wenn doch mal etwas bricht.

Metallköpfe
Für uns unschlagbar bei Haltbarkeit. Metallzinken greifen Laub gleichmäßig und verbiegen nicht so schnell. Sie sind ideal, wenn das Laub feucht oder schwer ist oder wenn ihr oft über unebenen Boden rechen müsst.

Kunststoffköpfe
Klingen erstmal „billig“, aber viele moderne Polymerköpfe sind richtig gut. Sie sind leicht, flexibel und super, wenn ihr große Mengen trockenes Laub bewegen möchtet. Außerdem schonen sie euren Rücken, weil das Werkzeug insgesamt weniger wiegt.

Welche Wahl ist die richtige?

  • Rasen & große Flächen → Kunststoff oder breiter Flex-Kopf
  • Beete & schmale Wege → Metallzinken
  • Universal-Werkzeuge für den ganzen Garten → Kombisysteme oder stabile Kunststoffköpfe

✔ Arbeitsbreite – lieber breit oder schmal?

Die Arbeitsbreite entscheidet darüber, wie schnell ihr fertig seid. Klingt banal – macht aber im Alltag enorm viel aus.

Breite Köpfe (40–65 cm)

  • ideal für große Rasenflächen
  • bewegen viel Laub in kurzer Zeit
  • perfekt, wenn ihr flachen, gleichmäßigen Boden habt
  • können in engen Bereichen unpraktisch sein

Schmale Köpfe (25–40 cm)

  • ideal zwischen Pflanzen, unter Sträuchern oder auf Wegen
  • präziser und leichter zu führen
  • besser, wenn viel feines Material herumliegt (z. B. Nadeln, kleine Blätter)

Pro-Tipp: Viele Gärtner*innen kommen am besten mit zwei Werkzeugen klar: ein breites für die Fläche und ein kleines für die Feinarbeit. Wir nutzen zum Beispiel immer einen Laubbesen für die großen Flächen und dann noch eine Harke, um die Haufen besser aufnehmen zu können oder an Ecken wie etwa Rasenkanten präziser zu arbeiten.


✔ Ergonomie – euer Rücken wird’s euch danken

Wir arbeiten viel im Garten – und wir wissen: Ein unpassender Stiel macht den schönsten Herbsttag zunichte und sorgt für Rückenschmerzen.

Achtet deshalb auf:

Stiellänge
Ein zu kurzer Stiel zwingt euch in eine unnatürliche Haltung. Optimal ist, wenn der Stiel etwa bis Brusthöhe reicht. Das schont Rücken und Schultern. Ein Tipp: Marken wie Fiskars, Gardena und Wolf-Garten haben Kombisysteme mit verschiedenen Stielen. Ich nutze einen kürzeren Stil und Flori dann den längeren und stecken dann die Aufsätze nach Bedarf um.

Gewicht
Beim Rechen zählt jedes Gramm – besonders, wenn ihr lange arbeitet.
Unsere Faustregel:

  • < 1 kg (Rechenkopf) = superleicht
  • 1–1,5 kg = völlig okay
  • 1,5 kg = wird auf Dauer anstrengend

Griffgefühl
Alle Werkzeuge, die sich irgendwie „kalt“ oder „rutschig“ anfühlen, machen keinen Spaß. Wir bevorzugen Holzgriffe oder strukturierte Griffe aus Kunststoff.


✔ Reparierbarkeit + Ersatzteile

Wir predigen es seit Jahren: Kauft lieber etwas, das repariert werden kann. Marken wie Fiskars, Gardena, Wolf-Garten oder Stihl bieten Ersatzteile, Austauschköpfe oder sogar Reparaturanleitungen an.

Für uns ein großer Pluspunkt, denn:

  • ihr spart Geld
  • ihr produziert weniger Müll
  • ihr verlängert die Lebensdauer eurer Werkzeuge drastisch

Kombisysteme sind in der Regel in Sachen Reparierbarkeit besonders stark.


Einsatzbereich – Rasen, Wege, Beete oder „alles auf einmal“?

Rasenflächen
Hier braucht ihr flexible Zinken oder breite Kunststofffächer – damit ihr große Mengen Laub schnell bewegt.

Wege + Terrassen
Stabile Metallzinken oder Laubbläser sind hier ideal.
Mit einem breiten Kunststoffrechen bleibt ihr an Kanten oft hängen.

Beete
Ein schmaler Metallrechen oder ein kleiner Multi-Star-Kopf ist perfekt, weil man nicht aus Versehen Pflanzen aushebelt.

Hof, Garagenzufahrt + Kieswege
Hier lohnt sich oft ein Akkulaubbläser – ein Rechen wirbelt Kies sonst nur hin und her.


✔ Nachhaltigkeit – einer der wichtigsten Punkte für uns

Darauf achten wir bei allen Empfehlungen:

  • langlebige Materialien
  • Ersatzteilverfügbarkeit
  • faire Preise ohne „Wegwerfprodukt-Klasse“
  • Unternehmen mit Verantwortung (z. B. Fiskars, Wolf-Garten, Stihl)
  • Holz aus zertifizierten Quellen (wenn möglich, ja, ist manchmal ganz schon teuer!!!)

Wir wollen, dass Werkzeug euch Jahre begleitet – nicht nur den nächsten Herbst. Wir haben selbst zu Anfang unserer Gartenkarriere schnell mal was im Baumarkt besorgt. Und dann ruck-zuck mehrere Stiele durchgebrochen.

Ein Tipp: Schaut mal bei Haushaltsauflösungen oder auf dem Flohmarkt nach alten Gartengeräten. Manchmal finden sich da richtig gute Werkzeuge!

Laub rechen: Klassische Laubbesen, Laubharken oder eben Laubrechen

Zuerst einmal klären wir eine ganz wichtige Geschichte: Wie nennt ihr denn das Gerät zum Laub rechen? Bei mir heißt das Laubharke. Flori sagt Rechen. Und dann gibt es auch noch den Laubbesen… Auch die Hersteller nutzen verschiedene Begriffe. WEnn ihr aktiv nach Produkten sucht, probiert am besten mal verschiedene Wörter aus. So kommt ihr schneller zum Ziel.

Jetzt aber unsere Favoriten, tadaaa:

  1. Laubrechen-Aufsatz von Gardena* – Achtung, Stil braucht ihr noch extra. Wir haben das System seit Jahren im Einsatz und sind sehr happy!
  2. Laubbesen-Aufsatz von Fiskars* – das gleiche in Orange.
  3. richtig robuster Fächerbesen aus dem Schwarzwald* – ein Produkt, das hält und hält und hält.

Laubsäcke – perfekt, um Laub zu sammeln

Na klar, im Prinzip tut es auch die Schubkarre. Der Vorteil am Laubsack ist, dass ihr den Inhalt direkt auf den Kompost geben könnt, ohne Schwergewichte zu stemmen.

Hier kommen unsere Top 3 der Laubsäcke:

  1. PROVISO Laubsäcke mit Schaufelfunktion* – finden wir ja ultra-praktisch für’ ‘s Aufsammeln.
  2. Gartenabfallsack für “schwere Aufgaben”* – aus Segeltuch statt aus Plastik, ist uns ja erstmal lieber!
  3. Noor Laubsäcke aus Jute* – könnt ihr, wenn sie durch sind, direkt mit auf den Kompost geben. Super, oder?!

Laubbläser: ja oder nein?

Wir selbst greifen im Garten zum Rechen – aber je nach Grundstück kann ein Laubbläser richtig Zeit sparen. Habt ihr zum Beispiel…

  • große Hofflächen
  • Kieswege, wo Rechen nervt
  • verwinkelte Ecken
  • schweres, nasses Laub nach Regen

– dann könnte ein Laubbläser genau richtig für euch sein. Wichtig: Benzin-Laubbläser schließen wir aus. Zu laut, zu stinkig, unserer Meinung nach unnötig.

Worauf ihr bei Laubbläsern achten solltet

1. Lautstärke

Für uns ein zentraler Nachhaltigkeitsfaktor. Viele Akku-Bläser sind deutlich leiser als Verbrenner. Immerhin. Es gibt aber auch hier einige laute Gerätschaften.

2. Luftgeschwindigkeit + Luftmenge

  • Luftgeschwindigkeit (km/h) bestimmt, wie „hart“ der Strahl bläst
  • Luftmenge (m³/h) zeigt, wie viel Volumen bewegt wird
    Für Laub reicht meist 120–150 km/h völlig.

3. Akku-System

Wenn ihr schon Geräte einer Marke nutzt: perfekt! Damit spart ihr Geld und die Akkus werden besser genutzt.

4. Gewicht + Handling

Besonders wichtig, wenn ihr viel Fläche habt – alles über 3 kg strengt auf Dauer an.

Hier gibt’s unsere liebsten Laubbläser:

  1. Makita DUB 184Z*– unsere erste Wahl, weil wir schon die Makita-Akku-Reihe besitzen.
  2. Einhell Professionell Akku-Laubbläser* – wir finden, der hat ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
  3. Worx Nitro Profi Akku-Laubbläser* – hat auf Amazon richtig viele gute Bewertungen.
Grafik mit einem Vergleich manueller Laubrechen mit Laubbläsern

Extra-Tipp: Laub sammeln mit dem Rasenmäher

Okay, wir geben’s zu: Das hier klingt im ersten Moment nach einer faulen Abkürzung – aber genau das lieben wir ja. 😉
Mit dem Rasenmäher Laub einzusammeln funktioniert erstaunlich gut und ist für viele Gärten sogar die schnellste und sauberste Methode.

Warum das super funktioniert?

  • Der Messer-Sog des Mähers zieht das Laub zuverlässig an.
  • Feines Material wird direkt geschreddert – perfekt für den Kompost.
  • Alles landet bequem im Fangkorb, ohne ständiges Bücken.
  • Für große Rasenflächen unschlagbar schnell.

Wichtig: Der Trick klappt nur auf dem Rasen – auf Wegen oder Beeten bitte weiter rechen.

So macht ihr es richtig:

  1. Laub grob verteilen, damit keine dicken Haufen liegen.
  2. Fangkorb dran! Sonst fliegt euch das Laub nur um die Ohren.
  3. Hohe Schnitthöhe einstellen, damit der Rasen nicht gleich mitgekürzt wird.
  4. Bei sehr viel Laub lieber zweimal drüberfahren.

Das Laub, das ihr mit dem Rasenmäher gesammelt habt, könnt ihr als Mulchmaterial einsetzen oder auf den Kompost geben. In diesem Beispiel lest ihr mehr zum Laub entsorgen.

Und für wen eignet sich nun welcher Laubrechen?!

Ihr fragt euch nun, welcher Laubrechen und welche weiteren produkte sich für euch eignen? Es kommt hier auf zwei Dinge an:

  1. euer Anspruch an “Komfort”. Uns macht das “Ackern” im Garten nichts aus. Das rechen und harken ist (in Maßen) unser Fitness-Studio-Ersatz, wenn ihr so wollt. Wenn ihr euch weniger anstrengen wollt oder sollt, dann setzt ihr auf motorisierte Unterstützung.
  2. die Größe des Gartens. Wenn ihr wenig Fläche habt, reicht euch ein Besen und ein Abfallsack. Habt ihr wie wir ca. 1000 qm Garten mit reichlich Bäumen drumherum, braucht es wahrscheinlich eine Kombi aus Laubbesen, Harke und “Maschine” wie Laubbläser oder Rasenmäher.
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