Unser Kleingarten a.k.a. ein Stück Arbeit

Unser Kleingarten ist gar nicht mal so klein. Ganz im Gegenteil: Wir bewirtschaften  800 qm Fläche. Wie sich diese aufteilt und was wir mit unserem „Stück Arbeit“ alles vorhaben.

Kleingarten – in unserem Fall führt der Name etwas in die Irre. Denn: Fast 800 Quadratmeter groß ist unser Stückle im Kleingartenverein „Am Stadion“ im Hamburger Stadtteil Groß Borstel. Wer das einmal vergleichen möchte: Die meisten Kleingärten fassen um die 300 Quadratmeter. Das Grundstück, auf dem das Haus einer meister Schwestern und ihres Mannes steht, ist 400 Quadratmeter groß. Unser Kleingarten ist also alles andere als klein. Und weil auch kein Einfamilienhaus draufsteht, sondern wir eine Standard-24qm-Kleingarten-Hütte errichten werden, wartet umso mehr Arbeit in Sachen Gartenpflege auf uns. Bring it on! ☺

So sieht unser Kleingarten aus:

Unser Kleingarten ist ganz klassisch rechteckig angelegt und der Länge nach von Nord nach Süd ausgerichtet. Für uns perfekt: Wenn wir die Terrasse unserer Gartenhütte klassisch nach Süden ausrichten, können wir unsere komplette Gartenpracht auf einen Blick sehen! Der hintere Teil des Gartens, der gen Norden geht, besteht aus einem recht steilen Abhang. Dort haben wir als erstes unseren Kompost versteckt. Was wir sonst mit dem Hang anfangen wollen, haben wir erst einmal großzügig aufs nächste Jahr vertagt.

Kleingarten mit frisch angelegten Beeten und Wegen aus Rindenmulch.
Blick in unseren Kleingarten.

Der Pflanzenbestand in unserem Kleingarten

Beim ersten Besuch unseres Kleingartens hatten wir den Eindruck, dass da ja gar nicht so viel drinsteht – ein paar Nadelgehölze, eine Hortensie, eine Handvoll Rosen, zwei Rhododendren. Nachdem wir die Büsche und Sträucher vor dem Winter einmal beschnitten hatten, fielen uns noch diverse andere Dinge wie zum Beispiel ein zweiter Hortensienstrauch ins Auge (vorher versteckt von einer wuchernden Eibe…). Ich freue mich schon darauf, im Frühling herauszufinden, was unser Kleingarten sonst noch so verbirgt.

Rosenblüte in einem Kleingarten in Hamburg.
Unser Kleingarten hat einige schöne Rosen.

Der Kleingarten als Dauerwohnsitz

Warum unser Kleingarten so groß ist? Weil er in den 1950er Jahren von unseren Vorpächtern als Dauerwohnsitz bezogen wurde – die Wohnungsknappheit nach dem Krieg führte dazu, dass man Kleingärten in Hamburg wie reguläre Wohngrundstücke pachten konnte. Es gilt eine Art Bestands-Schutz – unsere (sehr geschätzten!) Nachbarn sind größtenteils ebenfalls Dauerbewohner, die seit den 50ern hier leben. Auf deren Erfahrungsschatz durften wir bereits beim Beet-anlegen zurückgreifen. Und wir hoffen, dass das nicht das letzte Mal war…

Unser Kleingarten: Wir starten bei Null!

Die Geschichte unseres Kleingartens ist der Grund dafür, dass wir bei Null anfangen. Als unsere Vorpächterin verstarb, gab es keine Erben. Bedeutet laut dem Kleingartengesetz: Sämtliche Bauten wie das Haus unserer Vorpächterin, die Terrasse, Wege etc. wurden dem Erdboden gleichgemacht, die Stromversorgung gekappt. Unser Kleingarten besteht daher vor allem aus Brachland mit ein paar Bäumen und Sträuchern sowie ein paar Beeten. Die allerdings – und das ist dem hohen Alter der Vorbesitzerin zu schulden – sind etwas verwildert. Heißt für uns: Wir machen Tabula rasa und haben die Möglichkeit, unseren Schrebergarten ganz nach unseren Vorstellungen zu formen. Unser Traum ist es, einen Bauerngarten anzulegen.

Unsere nächsten Projekte im Kleingarten:

  • Im Februar werden wir die ersten Gemüsesorten anziehen – das allerdings auf unserer Fensterbank.
  • Ab Ende Februar/ Anfang März säen bzw. pflanzen wir die ersten neuen „Bewohner“ unseres Gartens
  • Danach hangeln wir uns an unserem Pflanzkalender entlang durchs Jahr – und entdecken sicherlich noch einiges mehr, was so bei uns wächst.
  • Im März 2017 steht der Bau unserer Hütte an. Wir hoffen sehr, dass das Wetter mitspielt!
  • Und dann steht ja schon der nächste Zyklus an: Ernte und Verarbeitung und nicht zu vergessen der Genuss all der schönen Dinge um uns herum im Kleingarten…

Bei all den Dingen gilt für uns: Vornehmen ja, übernehmen nein! Klar sind wir voller Tatendrang und wollen alles Mögliche am liebsten sofort angehen. Aber: Wir arbeiten beide in Vollzeit, haben viele Freunde und außerdem noch zwei Katzen, die nicht zu kurz kommen dürfen. Also alles schön sutsche, wie man hier so schön sagt. Unser Kleingarten soll uns ja schließlich Spaß machen!

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