Unser Garten im Oktober

Die Tage werden deutlich kürzer und damit ist es höchste Zeit, den Garten winterfest zu machen. Welche Aufgaben im Garten im Oktober anstehen.

Es herbstet sehr, aber das ja nicht erst seit gestern. Mit Beginn des Oktobers ist es im Garten aber nun wirklich Zeit, der Gartensaison Tschüss zu sagen und sich aufs nächste Jahr zu freuen!

Der Obstgarten im Oktober:

Während wir drauf warten, dass unser Nachbar seine Ontario-Äpfel erntet und wir wieder Apfelmus einkochen können, sehen wir bei unserem Obst nach dem Rechten. Wir haben im September schnell noch unsere Johannisbeeren umgepflanzt und die Erdbeeren soweit auf den Winter vorbereitet. Mehr Obst haben wir leider noch nicht, das ist ein Projekt für 2018, soviel steht fest! Gilt für uns aber: Im Garten ist im Oktober für uns alles getan, was das Obst angeht. Man muss ja das Positive an allem sehen…

Übrigens trägt jetzt auch unsere Eibe ihre Früchte – das „Obst“ ist aber ungenießbar.

Eibenfrüchte im Garten im Oktober.Der Gemüsegarten im Oktober:

Selbst in unserem Herbst-Garten blüht noch immer und sehr munter die Kapuzinerkresse, was wir total schön finden – auch wenn wir uns manchmal Sorgen machen, welche Unmassen an Samen im Boden liegen und dann im kommenden Jahr für Überraschungen gut sind. „Den dagen den sorgen“ , heißt ein schwedisches Sprichwort – wir richten uns einfach danach und machen uns dann im kommenden Jahr darüber Gedanken.

Ansonsten sitzen Zwiebeln, Rote Bete, Porree und Pastinaken reif im Boden und warten darauf, geerntet zu werden. Die letzteren vertragen Frost, die können also noch bleiben. Wir werden unsere Kräuter wie Salbei, Minze, Melisse, Thymian und Rosmarin abernten und trocknen.

Der Rosmarin wird den Winter in der Gartenhütte verbringen, deshalb haben wir ihn heute schon reingeholt. Über den Winter kann er dann am Fenster Sonne tanken. Der Rest unserer Rühlemanns-Kräuter kann eigentlich draußen bleiben, eventuell decken wir die empfindlicheren Kandidaten wie Thymian, Lavendel & Co. noch mit Reisig und Häcksel ab.

Wo wir gerade von der Gartenlaube sprachen: Die Hütte ist von außen soweit fertig, es fehlen noch ein paar Schönheits-OPs, zum Beispiel an der Unterseite des Giebels – die ist noch nicht gestrichen. Drinnen fehlt noch ganz schön viel Farbe und etwas Innenausbau. Den Holzfußboden haben wir ja zum Glück fertig verlegt. Und die Wände stehen auch alle!

Der Ziergarten im Oktober:

Rosenblüte im Garten im Oktober.Wie es sich für einen richtigen Bauerngarten gehört, haben wir ja einige Rosen – die werden wir nochmal vorsichtig beschneiden, um Verblühtes zu entfernen. Außerdem müssen wir ein paar Kerlchen drinnen überwintern: Dahlien, Gladiolen und Canna nämlich. Hier werden wir die Knollen ausbuddeln, sie säubern und dann in einer dunklen Kiste in der Hütte aufbewahren, bevor sie im nächsten (Früh-) Sommer wieder in die Erde können.

Rasen und Blumenbeet im Oktober. Dem Rasen müssen wir nun auch noch einmal mehr Zeit widmen. Hier ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, damit man nicht mit einem zu kurzen Rasen in den Winter geht. rasen wächst ab unter vier Grad Celsius nicht mehr – Moos hingegen schon! Damit das nicht überhand nimmt, sollte derRasen nicht zu kurz sein, bevor sich die frostigeren Temperaturen einstellen. Sonst  haben wir im Frühling den selben Kampf wie in diesem Jahr auszufechten…!

Ende des Monats wird dann das Wasser abgestellt, da muss man den Hahn leeren, damit das Rohr nicht einfriert.

Puuuh, wenn man das alles so aufschreibt, hat man doch ganz schön viel zu tun. Wir hoffen, dass wir vor lauter Arbeit noch dazu kommen, den goldenen Herbst zu genießen, der sich zwischen den Wolkenbrüchen abspielt – der Terminkalender wird nämlich leider nicht leerer…

Sonnenuntergang im Garten im Oktober.

2 comments

  1. Liebe Debo, lieber Florian, eben habe ich euren wunderbaren Blog übers Gärtnern und eure Erfahrungen entdeckt. Gefällt mir sehr gut – ab jetzt komme ich öfter vorbei. Ganz liebe Grüße zu euch, Swetlana

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