Über Grashüpfer und andere „Mitbewohner“

Nicht nur über unsere Pflanzen und deren Erträge freuen wir uns – auch über unsere „Mitbewohner“ im Garten. Natürlich nicht über alle… 

Als Flori neulich mal wieder versucht hat, das Dach zu decken (dank dem Hamburger Sommer ist das gar nicht so leicht, doch dazu an anderer Stelle mehr…), hatte er Besuch von einem ziemlich neugierigen Grashüpfer, besser gesagt: einem Heupferd. Nicht der erste Heuschreck, der uns über den Weg gehüpft ist, aber sicherlich der zutraulichste. Sogar so sehr, dass er Flori immer direkt auf die Smartphone-Linse gehüpft ist – und dabei wollten wir doch so gern ein Detailfoto haben! Wie ihr seht: Wir freuen uns immer sehr über „Besuch“ im Garten.

Über diese Tiere im Garten freuen wir uns:

Kröte(n)

Gleich zu Beginn, als wir unseren Kleingarten übernommen haben, haben wir eine Kröte entdeckt. Seitdem begegnen wir ihr immer wieder mal. Vielleicht ist es auch einen andere – in jedem Fall habe ich diese hier neulich Trampolin springen lassen, weil sie es sich auf einer Plane gemütlich gemacht hat, ich aber an das darunter liegende Holz wollte. Uppsi! Flori hat sie dann gerettet und sie schien den Salto auch gut überstanden zu haben. Wir planen auf jeden Fall, im kommenden Jahr ein Biotop anzulegen, damit wir die Kröte nebst Artgenossen und andere Amphibien anlocken. Plus: Wir haben da so eine fiese Kuhle im Rasen, die wollen wir einfach zum Teich umfunktionieren.

Bienen

Eins meiner Lieblingsthemen – auch außerhalb der Kleingartens – ist ja die Biene. Ich komme vom Land und wenn ich nach Hause fahre, sehe ich überall nur noch Mais. Das macht mich echt wütend. Mais ist sowas von nicht heimisch bei uns, braucht irre viel Wasser und zermürbt den Boden. Die Bienen mögen ihn auch nicht … kein Wunder, dass das Bienensterben um sich greift. Wir möchten mit unserem Garten ein Stück dazu beitragen, dass sich Bienen hier wieder wohler fühlen. Und sind auch kräftig dabei. Mit Blumen, die wir ansäen wie den Bienenfreund, aber auch mit Pflanzen, die wir schon im Garten haben, wie zum Beispiel der Goldrute. Und indem wir drauf achten, dass alles bio ist. Klappt bisher ganz gut, es summt und brummt bei uns – diese Tiere fühlen sich bei uns im Garten also wohl!

Auch die fleißigen #Bienen genießen die Abendsonne, nicht nur wir. 🐝🌅 Diese fleißige Dame habe ich am #Allium gefunden.

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Ameisen

Mit den Ameisen verhält es sich ganz ähnlich wie mit den Bienen – wo sie sich wohlfühlen, ist die Natur intakt. Ein Grund, weshalb vor unserer Gartenhütte ein Pflasterstein mitten im Weg herumliegt. Wir haben ihn einmal umwälzen wollen, darunter aber ein komplettes „Schienennetz“ und ziemlich aufgeschreckte Ameisen entdeckt. Diese Tiere sollten aber im Garten bleiben, also haben wir den Stein schnell wieder abgelegt und laufen nun immer einen Bogen drumherum.

Maulwurf

Anders als vielen unserer Nachbarn macht der Besuch von Maulwürfen nichts aus. Als wir den Garten übernommen haben, war einer (oder vielleicht auch eine ganze Familie) ganz aktiv bei uns. Als wir dann aber Beete angelegt haben, sind die Tunnel bei uns verschwunden und der Nachbar zu unserer Linken hatte auf einmal ein verrücktes Labyrinth. Sorry, not sorry!!! Über manche Tiere im Garten muss man sich einfach freuen. Meinetwegen könnte der Maulwurf auch wieder zurückkommen, ich mag diese kleinen dicken Kerle einfach…

Vögel

Mit das erste, was Flori und ich bemerkt haben, als wir den Garten bekommen haben: die vielen Vogelstimmen. Abgesehen vom Krächzen der fiesen Krähen, die es bei uns zuhauf gibt, ist das Musik in meinen Ohren. Ich finde, es gibt kaum was besseres, als während der Mittagsruhe oder abends im Garten zu sitzen und dem Gesang zu lauschen. Besonders unterhaltsam waren die Stare, die bei uns genistet haben. Das Paar hat sich immer „unterhalten“ und manchmal auch zu uns heruntergeschimpft, wenn wir mal wieder zu viele Bilder gemacht haben. Sooo niedlich! Unser Glück:  Unser Nachbar hat mehrere Vogelhäuschen und Nistkästen – wir werden auch noch das eine oder andere Vogelhaus bauen!

Wir hatten neulich Besuch von einem kleinen Frechdachs! Er hat sich ein bisschen unter der Narzisse gesonnt 🐥🌼 😊

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Wir haben außerdem die Hoffnung, dass sich bei uns irgendwann Igel ansiedeln, weshalb wir im Herbst ein Igelhotel gebaut haben. Das werden wir demnächst wieder reaktivieren. Mal schauen, ob es klappt…

Neben den Liebhaber-Tieren im Garten gibt es natürlich auch nervige Mitbewohner.

Auf diese Tiere im Garten könnten wir verzichten:

  • Schnecken. Die sind echt eklig und überall. Zum „Glück“ hat das Wetter bei uns mehr Schaden angerichtet als die nackigen Kriechtiere… Ich fürchte aber eine riesige Plage im kommenden Jahr und nehme dankend sämtliche Tipps dagegen an!
  • Kohlfliegen. Die haben unsere ganze Radieschen-Ernte zunichte gemacht. Wieder was gelernt: Nächstes Jahr kommen die Radieschen unters Netz und daneben kommt Bohnenkraut, dann sollte es klappen!
  • Mäuse. Wühlmäuse sind an sich ja süß, aber richten einigen Schaden an. Ein paar unserer Zwiebeln sind neulich einfach verschwunden. Von unten. Einfach weggefuttert.
  • Kellerasseln. Ok, die tun wirklich nichts Böses, aber ich könnte sehr gut darauf verzichten, jedes Mal, wenn ich einen Stein oder ein Stück Holz anhebe, der/das länger als einen Tag irgendwo liegt, direkt eine Horde von Kellerasseln aufzuscheuchen. Uah!
  • Mücken. Gerade durch den vielen Regen erfreuen die sich zurzeit schwarmweise des Lebens. Und schwirren um einen herum, sobald es ein wenig dunkler wird – zum Beispiel nach Feierabend. Gerade Flori kriegt es ziemlich dicke ab. Ohne Autan geht da gar nichts. Mücken sind also definitiv Tiere im Garten, auf die ich verzichten könnte!

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