Wann wird’s denn bitte endlich Frühling?!

Frühling(sanfang) lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte … bei uns noch lange nicht, wenn man einmal in die Wetter-App schaut. Wann ist denn nun endlich dieser Frühling?!

Wie auch beim Herbstanfang unterscheiden wir drei Begriffe in Bezug auf den Frühlingsanfang:

  • Meteorologischer Frühlingsanfang
  • Kalendarischer Frühlingsanfang
  • Phänologischer Frühlingsanfang

Doch einmal der Reihe nach:

Meteorologisch beginnt der Frühling am 1. März, also heute. Klingt nach Aprilscherz, ähhh, Märzscherz? Dieses Jahr vielleicht! Aber: Die Tage werden merklich länger, die Sonne lässt sich länger blicken (wenn sie es durch die Wolkendecke schafft). Und die Meteorologen haben März, April und Mai nunmal als die Frühlingsmonate definiert.

Kalendarischer Frühlingsanfang – auch astronomischer Frühlingsanfang genannt – ist in diesem Jahr am 20. März. Richtig gelesen: Der Tag kann variieren, je nach unserem Kalendarium und nach dem Stand der Sterne. Beziehungsweise Stand der Sonne. Frühlingsanfang ist dann, wenn wir eine Tag-und-Nacht-Gleiche verzeichnen, der Tag also genausolang dauert wie die Nacht.

Für unseren Kleingarten wie auch viele andere Gärtner ist allerdings der phänologische Frühlingsanfang viel ausschlaggebender.

Was bedeutet phänologischer Frühlingsanfang?

Der phänologische Kalender beschreibt die Jahreszeiten bzw. eine Jahreszyklus nach Blühperioden. Der Vorteil: Temperaturunterschiede etc. von Nord- und Süddeutschland sind hier quasi mit einberechnet. Dass „die da unten“ schönsten Frühling haben, während wir hier oben noch in der in der winterlichen Eiszeit leben, ist das nämlich voll ok. Immer gut, um Ungeduldlinge wie mich einzufangen, wenn ich wieder mal bei Instagram durch die tollen Garten-Accounts scrolle und bereits nach fünf Fotos neidisch werde, wenn es bei anderen blüht und wächst…!

Frühlingsanfang: Mehrere blaue Krokusse blühen auf einem vollgeschneiten Rasen.
Solange sich die Krokusse im Schnee tummeln, ist der Frühlingsbeginn wohl noch fern.

Der Frühling wird phänologisch in drei Phasen unterteilt:

Der Vorfrühling beginnt, wenn die Schneeglöckchen blühen und endet, wenn die Weidenkätzchen Pollen bekommen. Wir befinden uns zurzeit also im Vorfrühling, unsere Schneeglöckchen im Garten sind bereits etwas verblüht, die gelbbestaubten Weidenkätzchen habe ich aber bisher nur beim Floristen hier um die Ecke gesehen.

Der Erstfrühling zeigt sich, wenn die Forsythie blüht und die Stachelbeere Blätter bekommt.

Von Vollfrühling spricht man, wenn die Apfelbäume blühen.

Was uns freut: Wir haben mit insgesamt drei Stachelbeeren und unseren neu gepflanzten Apfelbäumen  im Vergleich zum vergangenen Jahr neue Pflanzen im Garten, mit denen wir den Frühling bestimmen können.

Frühlingsanfang lange nicht in Sicht – eine Stachelbeere im Schnee, noch ohne Blätter.
Frühlingsanfang lange nicht in Sicht – eine Stachelbeere im Schnee, noch ohne Blätter.

Warum man überhaupt wissen will, wann Frühlingsbeginn ist?

1. Für die Laune. 🙂

Und 2., um den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat zu bestimmen. Die Monatsangaben auf den Saattütchen sind ja meistens vage. Denn wie oben schon beschrieben kann der März hier im Norden ganz anders sein als der im Süden! Den Frühlingsbeginn zu wissen, bedeutet also auch, die To Dos im Garten richtig planen zu können. Laut unserem Super-Gartenjahrbuch von kraut & rüben könnten wir im Vorfrühling schon das Frühbeet mit den ersten Salatsaaten bestücken- Außerdem ist dann die beste Zeit, Kompost auf den Beeten auszubringen, um diese für die Aussaat vorzubereiten. Am Frühbeet arbeiten wir derweil noch. Den Kompost könnten wir zumindest einmal umschichten, um zu sehen, ob er reif ist!

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