Unser Traum: einen Bauerngarten anlegen

Als wir unser „Stückle“ bekamen, stand für uns fest: Wir wollen hier einen Bauerngarten anlegen. Was hinter dem Prinzip steckt und wie wir uns ein Stück Land in die Stadt holen.

Als wir den Entschluss gefasst hatten, uns für einen Kleingarten zu bewerben, war uns ziemlich schnell klar: Wenn möglich, wollen wir gern einen Bauerngarten anlegen.

  • Drei Gründe, warum wir einen Bauerngarten anlegen

      Der Bauerngarten vereint Nutz- und Ziergarten. Damit lässt sich das Kleingartengesetz, das ca. 30 Prozent Nutzfläche in einem Schrebergarten vorsieht, sehr gut in die Tat umsetzen. Und das, ohne zu sehr nach Gemüseacker auszusehen!
  • Ein zweiter Grund, warum wir gern einen Bauerngarten anlegen wollten: Die Prinzipien der Fruchtfolge und der Mischkultur, mit denen man einen Bauerngarten bestellt. Heißt: Wir nutzen die Flächen bestmöglich aus. Ohne den Boden zu sehr auszulaugen.
  • Und aller guten Dinge sind drei: Einen Bauerngarten anlegen bedeutet für uns auch, ein Stück Tradition wiederzubeleben – und ein Stück Land in die Stadt zu holen.

Einen Bauerngarten anlegen: der Aufbau

Wer einen Bauerngarten anlegen will, folgt einem schematischen Aufbau: Die rechteckig oder auch quadratisch angelegten Beete liegen an einem Wegkreuz, in dessen Mitte sich oft eine Bank oder Ähnliches befindet. Die Beete fasst man mit Buchs oder kleinen Mäuerchen ein. Die Wege sind in der Regel nicht befestigt, sondern mit Kies, Sandgemisch oder Häcksel aufgefüllt.

Wir entschieden uns beim Anlegen unseres Bauerngartens für vier Beete à fünf mal 2,50 Meter. Um die Beete besser begehen zu können, werden wir mit Steinen oder Brettern als Tritthilfe arbeiten. Die Wege haben wir erst einmal mit Rindenmulch bedeckt, sodass wir das Unkraut in Schach halten können.

Einen Bauerngarten anlegen: die Pflanzen

Um einen Bauerngarten anzulegen, sollte man sich einmal mit dem Prinzip der Mischkultur vertraut machen. Dabei geht es darum, die Pflanzen nicht strikt wie auf einem Acker anzubauen, sondern eher „Freunde“ nebeneinander zu kombinieren. Es gibt viele Pflanzen, die sich gegenseitig nützen, etwa, weil sie Schädlinge vertreiben. Und: Durch die verschiedenen Wuchseigenschaften – tiefe oder flache Wurzeln, bodendeckend oder in die Höhe schießend – kann man bei der Mischkultur Platz sparend gärtnern. Ein deutlicher Vorteil, nicht nur, wenn man einen Bauerngarten anlegen will!

In einem Bauerngarten stehen Nutzpflanzen und Zierpflanzen nebeneinander. Auch Obststräucher und Kräuter kann man hineinpflanzen. Ein weiteres Prinzip, das man beim Anlegen eines Bauerngartens bedenken sollte: die Fruchtfolge. Die Idee ist hier, sogenannte Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer rotieren zu lassen. So kann sich die Fläche, auf der man in einem Jahr Kartoffeln angebaut hat, im nächsten Jahr mit einer Salatbepflanzung erholen.

Ausgenommen von der Rotation sind Rhabarber, Erdbeeren oder Spargel, die ein paar Jahre an einem Ort brauchen, um ihre volle Pflanzenpower zu entfalten.

Bauerngarten anlegen: Planung ist alles!

Wer einen Bauerngarten anlegen will, sollte sich also zuerst die Beete durchnummerieren und auch eine Rotation überlegen. Außerdem sollte man sich einmal schlau machen, welche Gemüse, Kräuter und Obstsorten gut miteinander auskommen.

Weil wir schon einen ganz tollen Rhabarber im Garten stehen haben, mussten wir nicht lange nachdenken, welches Beet das feste sein sollte. Die anderen haben wir entsprechend dem Fruchtfolge-Prinzip benannt und die Bewirtschaftung mithilfe eines Pflanzkalenders geplant. Jetzt muss es nur noch Frühling werden …

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