DIY: Igelhaus bauen

Was tut man nicht alles, um nützliche Gartenbewohner anzulocken. Ein Igelhaus bauen zum Beispiel! Was man dazu braucht und wie es geht. 

Warum überhaupt ein Igelhaus bauen?

Wir wollen unseren Kleingarten möglichst naturnah beackern. Das bedeutet: Wir setzen auf Bio-Saatgut, verwenden keine Pestizide und gärtnern im Einklang mit den anderen Gartenbewohnern – sowohl zweibeinigen als auch den anderen… Uns war ziemlich schnell klar, dass wir ein Igelhaus bauen wollen. Igel sind supernützliche Gartengenossen, sie fressen nämlich zum Beispiel Schnecken.

Was eignet sich als Igelhaus?

Um ein Igelhaus zu bauen, braucht es keine großen Fertigkeiten. Eigentlich eignet sich schon der Komposthaufen als Unterschlupf für den Igel. Er bezieht auch Reisighaufen, kleine Holzkisten oder Löcher in Steinmauern. Wichtig, gerade für den Winter: Wer ein Igelhaus bauen will, sollte eine ruhige Ecke im Garten ausgucken. Es dürfen keine „Feinde“ wie etwa Katzen oder Hunde Zugang zum Igelhaus haben. Und es darf auf keinen Fall Staunässe entstehen! Zu warm sollte das Häuschen auch nicht sein, denn sonst könnte es sein, dass der Igel zu früh aus dem Winterschlaf erwacht.

Wir hatten im Herbst reichlich Holz und Grünschnitt übrig und hatten dann den Einfall, daraus ein Igelhaus zu bauen. Wir haben unseren Igelunterschlupf am Fuß unseres Hangs angelegt. Dort ist noch nicht viel los, da wir den Hang erst im kommenden Jahr bearbeiten werden.  

In der Ecke eines Gartens entsteht ein Igelhaus.
In einer ruhigen Ecke unseres Gartens entsteht unser Igelhaus.

Igelhaus bauen: So geht’s

Der Zeitpunkt muss stimmen: Ein winterfestes Igelhaus zu bauen, bietet sich im Herbst an. Denn es muss sich ja erst herumsprechen, dass man ein Zimmer frei hat…

Um ein Igelhaus zu bauen, benötigt man einen ebenen Untergrund. Igel haben kurze Beine! ☺ Also ebnet man erst einmal den Boden.

Igelhaus bauen: Aus Ästen und Zweigen entsteht eine Art Gerüst.
Igelhaus bauen: Aus Ästen und Zweigen entsteht eine Art Gerüst.

Darauf legt man einen Rahmen aus stabilen Ästen, die stark genug sind, den Rest des Baumaterials zu halten. Achtung: Die Tiere müssen auch hineinkommen, am besten so etwas wie eine „Tür“ freilassen.

Aus Ästen und Zweigen entsteht ein Igelhaus.
Aus Ästen und Zweigen entsteht ein Igelhaus.

Anschließend schichtet man kürzere und dünnere Äste auf den Rahmen. Man kann sie auch verweben. Wichtig: Es darf nicht einstürzen und sollte Wind und Wetter standhalten!

Igelhaus bauen: Auf einem Gerüst aus Zweigen und Ästen entsteht ein Dach aus Laub.
Das Igelhaus bekommt ein Dach aus Laub.

Am Schluss legt man Laub oder Grasschnitt in das Igelhaus und deckt es mit Grünschnitt und Laub den Haufen ab.

Igelhaus bauen: Ein Igelhaus mit Gras und Laub.
Gras und Laub machen die „Einrichtung“ des Igelhauses komplett.

Ob es sich gelohnt hat, ein Igelhaus zu bauen? Wir haben bisher noch keinen Bewohner entdeckt. Wir haben uns aber auch nicht getraut, zu neugierig zu gucken.  Aber selbst, wenn kein Igel einzieht: Es finden sich sicherlich noch mehr Tierchen, die einen Totholzhaufen zu schätzen wissen.

Igelhaus bauen: Trockenes Gras verdeckt den Eingang zu dem Igelhaus.
Trockenes Gras verdeckt den Eingang zu dem Igelhaus.

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