Unser Pflanzkalender – Update!

Um den Überblick im Garten zu behalten, solltet ihr nicht nur die Beete planen, sondern auch einen Pflanzkalender erstellen und nutzen. So seht ihr auf einen Blick, was wann in die Erde gehört und wie ihr nachhaltig wirtschaftet. 

Wenn man ehrlich ist, fängt die Gartensaison im Winter – also genau jetzt! – an. Dann nämlich, wenn ihr euren  Pflanzkalender für das kommende Jahr plant.

Warum es so wichtig ist, so einen Pflanzkalender für den Garten zu haben?

Fünf gute Gründe für einen Pflanzkalender:

  1. Mit einem Pflanzkalender für euren Garten seht ihr auf einen Blick, wann was in die Erde kommt.
  2. Ihr merkt nicht erst, wenn ihr die Samentüte aufreißt, dass ihr die Pflanzen eigentlich hättet vorkeimen lassen sollen.
  3. Ihr nutzt eure Beete optimal aus  – im Pflanzkalender wird ganz schnell deutlich, was ihr früh ernten könnt und ob man die Fläche noch ein zweites Mal bepflanzen kann.
  4. Ihr verhindert den Übermut, der viele Hobbygärtner  im Frühling überkommt. Klar wollen wir so viel wie möglich auf einen Schlag erledigen. Manche Dinge brauchen aber etwas mehr Zeit und einen längeren Atem!
  5. Euer Pflanzkalender ist die perfekte Einkaufsliste für den Garten: Habt ihr ihn fertig, könnt ihr direkt Saatgut bestellen und euch ans Aussäen bzw. Vorziehen machen.
Ein Screenshot aus einem Google-Dokument zeigt einen Pflanzkalender.
Ein Screenshot aus unserem Pflanzkalender 2018.

So legt ihr euren Pflanzkalender an:

  1. Überlegt euch, in welcher Form ihr den Pflanzkalender führen wollt. Wir nutzen dafür Google-Tabellen (wie eigentlich für ungefähr alles im Leben…).
  2. Im besten Fall habt ihr es vorher schon geschafft, euren Garten zu planen. Wenn nicht, holt das jetzt nach: Wie viel Platz habt ihr für eure Beete? Welchen Boden, welches Klima habt ihr? Was mögt ihr überhaupt an Obst und Gemüse?
  3. Unterteilt euren Pflanzkalender für euren Garten in die Flächen, die ihr bestellen wollt und tragt ein, was ihr wo anbauen wollt.
  4. Macht euch mit Hilfe der Samentüte und des Internets schlau, wie ihr Gemüse, Obst und Blumen anpflanzt und tragt diese Infos in euren Pflanzkalender ein. Mit verschiedenen Farben könnt ihr auf den ersten Blick kenntlich machen, welches Saatgut ihr vorziehen müsst und welches ihr direkt aussäen könnt. In den Kommentarfeldern könnt ihr euch Notizen dazu machen, was die Pflanzen mögen. Wir haben den Punkt „Ernte“ übrigens meistens weggelassen: In unserem ersten Gartenjahr haben wir gelernt, dass sich diese gar nicht sooo gut vorhersagen lässt, zu unberechenbar ist das Wetter bei uns im Norden!
  5. Wenn ihr alles eingetragen habt, könnt ihr mit Hilfe eures Gartenplaners einen Einkaufszettel fürs Saatgut schreiben.

Pflanzkalender 2018: Was kommt wann in die Erde?

Generell gesagt, geht es im März los mit den ganz frühen Frühkartoffeln und den ersten Salaten, Ende des Monats können Spinat und Melde folgen. Auch Koriander und Schwarzkümmel könnt ihr aussäen – das steht bei uns auf jeden Fall auf der Liste. Wir werden außerdem Barbarakraut säen, das haben wir geschenkt bekommen.

Ab Ende März ist die Zeit, Zucchini und Kürbisse vorzuziehen, außerdem könnt ihr mit diversen Kohlsorten wie Rosenkohl oder Brokkoli loslegen.

Eins ist klar: Im April ist im Garten ziemlich viel los!

Kohlrabi und anderen Kohl sowie Küchenkräuter könnt ihr im April vorziehen. Mittelfrühe bzw. -späte Kartoffeln können nun ins Beet gesetzt werden. Wir haben uns eine rote Sorte ausgeguckt, mal schauen, wie die so wird..!

Aussäen könnt ihr im April Zuckerschoten, Radieschen, Karotten, Rote Beete und Mangold (bestimmt auch noch ganz viel mehr, aber das ist bisher unser Plan…).

Ende April bzw. Anfang Mai folgen dann die ganz späten wie unsere Aeggeblomme, von denen wir auch eigene Saatkartoffeln geerntet haben. In die Beete können dann auch eure Zucchini und Kürbisse. Wir werden dieses Jahr übrigens zwei Sorten Zucchini (eigens getrocknetes Saatgut plus geschenktes…) und mehrere Kürbis-Arten anbauen, darunter Spaghettikürbis, Hokkaido (in zwei Farben!) und noch eine dritte Sorte, die steht aber noch nicht fest.

Was noch im Garten im Mai ansteht, haben wir in einem Extra-Beitrag festgehalten.

Im Mai bis Juni direkt aussäen könnt ihr Bohnen. Hier werden wir mit verschiedenen Sorten experimentieren.

Im Juni dran, ausgesät zu werden: die „zweite“ Runde mit Salaten sowie die ersten Grünzeuge für den Winter. Rettich zum Beispiel (hier haben wir Saatgut geschenkt bekommen, mal schauen, wie der wird!).

Im Garten im Juni haben wir vor allem geerntet und Unkraut gejätet. Ob das auch in 2018 so sein wird?

Richtig erkannt: Einen Pflanzkalender für unsere Blumen haben wir NICHT gemacht. Hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir diese am besten einfach dort, wo es passt, dazwischensäen. Sieht schön aus und freut die Bienen!

Pflanzkalender für Hochbeete

Ich hatte es im Beitrag über das Garten Planen in 2018 schon erwähnt: Wir planen insgesamt vier Hochbeete – um die Saison zu verlängern und empfindlichere Gemüse-Sorten anbauen zu können.

Im Hochbeet geht es schon ab Februar mit Feldsalat und anderen Pflücksalaten los. Unser Ziel: das ganze Jahr über Salat frisch zu ernten – inspiriert hat uns da Anja von Der kleine Horrorgarten. Ein zweites Hochbeet werden wir ab März mit Porree und Zwiebeln, später im Jahr zusätzlich mit Knoblauch bestücken. Mit unseren Lauch-Pflanzen hatten wir nämlich kein Glück im normalen Beet; erst war es zu kalt, dann kamen die Wühlmäuse…

Das dritte Hochbeet ist für „Exotisches“ vorgesehen, hier wollen wir Gurken ausprobieren (vermutlich ab April). Wenn es warm genug ist, werden wir die mexikanische Mini-Gurke anpflanzen. Mal sehen, was das gibt!

Hochbeet Nummer vier ist den verschiedenen Kohlsorten vorbehalten. Hier fangen wir wahrscheinlich ab Februar mit Brokkoli an, bringen an Mitte April Rosenkohl und Rotkohl aus und werden auch Grünkohl versuchen (ab Juli). Drückt uns bitte alle grünen Daumen, dass unser Pflanzkalender aufgeht! Wir nutzen in diesem Jahr übrigens nicht nur unser Drive, sondern auch das Gartenjahrbuch von kraut & rüben (ein Geschenk von meiner Mama!) mit vielen Tipps rund ums Gärtnern plus Platz für Notizen.

Unsere Angaben zum Thema Pflanzkalender sind sehr individuell, daher unser Tipp: Viele Websites haben auch Kalender zum Download.

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